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Zeittafel:




  • 1280:

    Durch Nachweis der Keramikfunde wurde die Burg vermutlich Ende des 13. Jahrhunderts erbaut.

  • 1346:

    Erste urkundliche Erwähnung des Falkenstein. Landgraf Heinrich II verpfändet die Burg an die Ritterfamilie von Hund in Kirchberg und Holzhausen. Die Burg liegt in Trümmern, und der Landgraf bestimmt, dass außer der erheblich hohen Kaufsumme von 452 Mark Silber, die Ritter von Hund „das Haus von neuem aufschlagen und zu burglichen Bauten, Mauern und Gräben 170 Mark Silber“ verwenden sollen. Hermann Hund erhält zugleich zu seinem Burglehen 90 Pfund Pfennige. Aus diesem Wiederaufbau stammen die heutigenReste des Pallas. Der Landgraf darf erst nach dem Tode der Pfandinhaber die Burg von den Erben einlösen, doch sollen letztere die Burglehn und Burgsitze, die sie auf dem Schloß gebaut, für immer behalten, auch soll die Burg dem Landgrafen gegen Feinde jederzeit offen stehen.

  • 1351:

    Eine Kapelle auf der Burg Falkenstein wird urkundlich erwähnt.

  • 1354:

    Vergeblicher Einspruch des Erzbischofs Gerlach von Mainz gegen den neuen Ausbau der Burg Falkenstein. In der Sühne von 1354 läßt er den Einspruch wieder fallen.

  • 1363:

    Am Lucientage (13. Sept.) schließen die verschiedenen Mitglieder der Familie von Hund einen Burgfrieden auf den Falkenstein. Bald nach dem Abschluß des Burgfriedens gerät die Linie aus Holzhausen in Streit mit dem Landgrafen, infolgedessen sie ihren Pfandanteil an der Burg verliert.

  • 1378:

    Wegen des Verhaltens der Ritter von Hund im Sternerkrieg belässt ihnen der Landgraf nur eine Hälfte der Burg.

  • 1383:

    Ein "Herr Johan von Falkensteyn" wird in einer Verkaufsurkunde eines Gutes in Mutzlar als Zeuge genannt. Ob es sich hierbei um nur um eine Herkunftsbezeichnung, oder aber sogar um einen Adelstitel handelt bleibt noch zu klären. Vielleicht gab es also ein Adelsgeschlecht derer "von Falkensteyn", deren Stammburg der Falkenstein war.

  • 1387:

    Am 6. April bekundet Ludwig von Wildungen der Älter, dass ihm Landgraf Hermann aus sonderlicher Gnade um seiner Dienste willen seinen Teil des Hauses Falkenstein eingethan habe, mit der Bedingung das er „binnen Jahr und Tag 400 Mark an Steinwerk“ darin verbauen sollte. Er gelobt dies mit seinen Söhnen Otto, Ludwig und Gerlach. Die Burghälfte des Ludwig von Wildungen geht jedoch anscheinend noch im gleichen Jahr an Eckbert von Grifte über. Es ist sein Lohn vom Landgrafen für die tapfere Verteidigung des Oberschlosses zu Gudensberg gegen die feindlichen Heere des Bischofs von Mainz, Landgraf Balthasar von Thüringen und Herzog Otto von Braunschweig. Am 10. September wird Niedenstein von den feindlichen Truppen erstiegen und geht in Flammen auf. Am gleichen Tag nimmt der Landgraf von Kassel Friedensverhandlungen mit seinen Gegnern auf, die Friedensurkunden gedenken Niedensteins, nicht aber des Falkensteins, somit ist es nicht wahrscheinlich das auch die Burg erobert wurde. In der Mainzischen und der Senkenbergischen Chronik mit der Reimchronik wird die Burg aber erwähnt. Die Thüringische Chronik erzählt sogar, dass Erzbischof Adolf nach der Verbrennung von Gudensberg Niedenstein und den Falkenstein erobert habe und fügt dann hinzu: "aber er mochte es nicht behalten um des von Grifte willen". Auch Mutzlar und die Siedlung Emserberg werden niedergebrannt.

  • 1388:

    Der Landgraf vergleicht sich mit Hermann, Otto, seinem Sohn und Reinhard seinem Bruder, genannt Hund, ihrer bisherigen Irrungen wegen dahin, dass die Hunde ihren Teil des Schlosses Falkenstein mit seinem Zubehör dem Landgrafen als Lehen auftragen, sie Erhalten von diesem aber noch ein Viertel einiger Dörfer als Lehen.

  • 1430:

    Mit Ritter Otto Hund von Holzhausen erlöscht die Holzhausensche Linie. Es entsteht ein Erbstreit über den Nachlass der Linie. Auf der einen Seite standen die zwei Vettern Hermann von Hund von Kirchberg, auf der anderen Seite die Neffen des verstorbenen Ritters Otto, Reinhard von Dalwigk und die Söhne Eckberts von Grifte, Heinrich, Eckbert und Henne. Insbesondere wurde wegen des Falkensteins, wahrscheinlich wegen des Holz- hausenschen´ Burglehen und Burgsitz gestritten. Ein Manngericht des Landgrafen entscheidet, das die streitenden Parteien bei einem schon früher gefällten Spruch sich zu beruhigen hätten. Ungeachtet dessen zog sich der Streit noch weiter.

  • 1436:

    Henne von Wehren erhält am 29. Dez. von Landgraf Ludwig [I.] seinen Teil des Falkensteins unter Vorbehalt der Öffnung zu Lehen, eine Anzahl von Gärten zu Gudensberg als dortiges Burglehen, das Untergericht zu Wehren, das Dorf Riede mit Zubehör, insbesondere den dort von ihm errichteten Bau, der gleichfalls dem Landgrafen geöffnet sein soll, und ein Gut zu Böddiger als Lehen.

  • 1447:

    Erste Erwähnung des Falkensteiner Hofes, der sich südöstlich unterhalb der Burg befand. Der Hof wird als "Falkensteiner Lehen" von Landgraf Ludwig I. den Brüdern Heinrich, Eckbert und Henne von Grifte übertragen, dabei ist erwähnt, dass der Hof von Henne von Wehren erbaut wurde.

  • 1454:

    Reinhard von Dalwigk verzichtet gegen eine Abstandssumme von 100 Gulden zu Gunsten der von Grifte auf seinen Anspruch auf den Falkenstein.

  • 1569:

    Der Landgraf Wilhelm der IV. bezeugt in einer Urkunde, dass die Hunde zu Kirchberg und die von Grifte das Schloss Falkenstein und drei Teile der Dörfer Dennhausen und Dittershausen lange besessen haben; als er dieselben dann ablösen wollte, hätte Bernhard von Hund und Hans von Grifte sich zur Abtretung der Dörfer erboten, wenn er ihnen das Schloß zu Mannlehn gebe. Das sei geschehn, nur behalte er sich die hohe Jagd in dem Falkensteiner Walde vor, Hasen, Füchse und Rehe dürfen die Schlossinhaber dagegen frei für sich jagen.

  • 1597:

    Bis zu diesem Jahr gehört der Falkensteiner Besitz den Rittern von Hund und denen von Grifte gemeinsam. Nun stirbt das Geschlecht von Grifte aus. Die Burg liegt wieder in Trümmern. Die Nachfolger der Familie von Hund werden nur noch mit dem Berg, den Waldungen und dem Hof belehnt. Die restlose Zerstörung der Burganlage erfolgt im 30-jährigen Krieg.

  • 1631:

    Am 26. September wird die Burg von Tilly´schen Truppen erobert und zerstört, am darauffolgenden Tage ging die Stadt Niedenstein in Flammen auf.

  • 1644:

    Die Herren von Baumbach sind Lehensinhaber der Burg Falkenstein.

  • 1679:

    Mit Oberstleutnant Hans Heinrich Canis, genannt Hund zu Freienhagen stirbt der letzte aus dem alten Geschlecht derer von Hund und der Besitz fällt an den Landgrafen zurück.

  • 1778:

    An einen Mauerteil war noch das Wappen der v. Hund, sowie der Ziebrunnen der Burg sichtbar, heute ist auch das verschwunden.

  • 1977:

    Die Burgruine wird in 2 ½ jähriger Bauzeit durch Mitglieder der Naturfreunde Bad Emstal gesichert. Im Juli wird ein Gerüst aufgebaut. Die beiden Fassadenstücke des Pallasbau werden in der Krone etwas abgetragen und mit einer Betonplatte versehen. Die vorher für sich stehenden Fassadenstücke werden durch Mauerwerk wieder so verbunden, dass dort ein Fenster entsteht. An dem Mauerwerk werden die Fugen neu verschmiert und brüchiges Gestein ausgewechselt. Die Stützmauern werden neu untermauert um ein Abrutschen des Gesteins zu verhindern.

  • 1978:

    Auf den Falkenstein wird eine neue Schutzhütte errichtet. Die Burgruine wird schließlich wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.