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Sand:


  • 1090:

    Erste urkundlich erwähnte Spuren im Bereich der heutigen Ortschaft Sand haben die vielen Mühlen hinterlassen. So gab es zwischen dem 11. und 20. Jh. insgesamt sechs Getreide-, Öl- bzw. Lohmühlen. Die ältesten Mühlen sind die Kaisermühle (1090) und die Lochmühle (1145). Zu ihren Mühlen-bezirken gehörten u.a. Balhorn, Martinhagen und Sand.

  • 1354:

    Der heutige Ortsname Sand taucht erstmals auf der Rückseite einer Urkunde aus dem Jahr 1354 im Zusammenhang mit der Schenkung eines Guts in Mutslar auf. Wann die Eintragung „Zum Sande Mutslar“ vor-genommen wurde lässt sich nicht bestimmen.

  • 1448:

    1448 wir Sand als landgräfliches Dorf benannt. Vermutlich entsteht es aus einem Zusammenschluss mehrerer Siedlungen an der Ems.

  • 1510:

    Im Jahre 1510 hat Sand 185 Einwohner und baut die Kirche „Capella zum Sande“. Des Weiteren wird ein kirchlicher Vertrag zwischen dem Kloster Merxhausen und dem Dorf Sand über die Nutzung von Äckern in den Wüstungen Fischbach, Offenhausen, Mutslar u.a. geschlossen, ebenso über die daraus sich ergebenen Abgaben an das Kloster.

  • 1585:

    Von der kirchlichen Seite erhält Sand 1585 eine Pfarrei, die Merxhausen zugeordnet ist. Die Zehntscheune wird zum Pfarrhaus umgebaut.

  • 1618 - 48:

    Der Dreißigjährige Krieg hinterlässt auch in Sand tiefe Spuren: 1639 wird Sand ausgeplündert und die Burg Falkenstein zerstört. Es leben hier nur noch 30 Ehepaare und 8 Witwen.

  • 1738:

    Beim Aufbau des Ortes werden im Jahr 1738 sowohl ein Brauhaus als auch ein Forstamt errichtet. Wenig später werden die ersten festen Gebäude erstellt, die heutigen Höfe Offenhausen, sowie eine größere Kirche.

  • 1872:

    1872 wird die Schule von 160 Kindern besucht, die nur ein Lehrer unterrichtet. Nachdem das Gebäude erweitert wird und die Schülerzahl zunimmt, stehen vier Lehrer zu Verfügung. In diesem Jahr wird auch der „Freie Volkschor“ gegründet. Von 1897 bis 1919 erfährt der Ort eine Modernisierung: Ein neuer Friedhof wird angelegt, die erste Wasserleitung installiert und der Anschluss an das Elektrizitätswerk beschlossen.

  • 1914 - 18:

    Der erste Weltkrieg bringt Leid über die Familien des Ortes. Zahlreiche Bürger sterben auf den Schlachtfeldern oder kommen verwundet oder verkrüppelt zurück.

  • 1921:

    1921 gründen Sander Bürger den Verein „Naturfreunde“, der bis heute seine Aktivitäten zeigt. Als besonderer Ausdruck der Modernisierung Sands ist die Errichtung einer öffentlichen Fernsprechzelle zu erwähnen, die für den ersten fernmündlichen Kontakt mit der Außenwelt sorgte, ebenso das Erscheinen des ersten Kraftwagens, den man bereits 1909 in Sand bewundern konnte.

  • 1929:

    1929 entsteht an der Ems ein Naturschwimmbad mit Umkleidehütte. Das Bad war in Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich unterteilt und einem Bademeister, der allerdings nicht schwimmen konnte.

  • 1939 - 45:

    Bereits zu Beginn des 2. Weltkrieges finden vor allem Kasseler Bürger Aufnahme in Sander. Als einschneidendes Ereignis ist die Aufnahme heimatvertriebener Deutscher nach Kriegsende vor allem aus dem Sudetenland zu bezeichnen. Sie leisten Erhebliches beim Wiederaufbau und bringen Positives aus ihrem Kulturkreis mit.

  • 1949:

    1949 bedingt die Zunahme der Einwohner auch die Vergrößerung des Schulsystems: Aus einer Aufbauklasse entsteht eine fortführende Realschule, die von Schülern aus 12 Nachbargemeinden des Südkreises besucht wird.

  • 1953:

    Im Jahre 1953 ist die Einwohnerzahl von 1300 auf 2000 angestiegen, es wird der Grundstein für ein neues Schulgebäude gelegt (370 Schüler). Ein weiterer Neubau kann 1962 bezogen werden.

  • 1958:

    Anfang 1958 wird die Kriegsgräberstätte zwischen Sand und Merxhausen eingeweiht. Auf diesem Friedhof fanden mehr als 200 Kriegstote ihre letzte Ruhe. Das neun Meter hohe, steinerne Kreuz steht als Mahnmal für Frieden und Hilfsbereitschaft.

  • 1960:

    1960 wird ein neuer Sportplatz „auf der Höhe“ eingeweiht und vier Jahre später beginnt der Bau eines neuen Schwimmbades zwischen Sand und Merxhausen.

  • 1967:

    Als historische Stunde für den Ort ist der 1.1.1967 zu bezeichnen: Die Großgemeinde Emstal mit Sand und Merxhausen ist Wirklichkeit geworden. Wenige Jahre später schließen sich auch Balhorn und Riede der Gemeinde Emstal an. Die Anerkennung als staatlicher Erholungsort erfolgt 1972.

  • 1973:

    Auf internationaler Ebene geht die Gemeinde zwei Städtepartnerschaften ein: Bruck im Salzburger Land (1973) und Les-Ponts-de-Cé in Frankreich (1986).Zu beiden Orten besteht seit dieser Zeit ein enges, freundschaftliches Verhältnis. Während sich die Partnerschaft mit Bruck auf die Gemeindepartnerschaft beschränkt, die sich auch in Urlaubs- und gegenseitigen Besuchsfahrten der Bad-Emstaler und Brucker Bürger wiederspiegelt, baut die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde auf Schüleraustausch der ortsansässigen Gesamtschule auf. So finden zwischen Les-Ponts-de-Cé und Bad Emstal jährlich Austauschfahrten statt, die immer wieder von neuem die freundschaftlichen Kontakte zwischen den beiden Ländern wie auch Bad Emstals Bemühen um Internationalität bestätigen.

  • 1992:

    1992 wird dem Ort der Titel „Bad“ verliehen, hervorgerufen durch die erfolgreichen Bohrungen nach Thermalwasser Anfang der 70er Jahre. Seither ist Sand ein viel besuchter Badeort mit Thermalbad, Rosengarten und Freizeitanlagen.