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Familie Billek:


1948 bis 1957 wohnhaft in Sand

Ich, Horst-Falko Billek, wurde am 12.07.1948 in Sand - heute Bad Emstal 1 - als erstes von insgesamt fünf Kindern meiner Eltern Josef Alois Billek und Hildegard Margarete, geborene Blumenstein, geboren. Ich bin Oberstleutnant a. D. und wohne in Oberschneiding/ Niederbayern.

Meine Geschwister sind:

  • - Jutta-Erika App, wohnhaft in München, Oberbayern,
  • - Heidemarie Palke, wohnhaft in Ehningen, Baden-Württemberg,
  • - Dieter Billek, wohnhaft in Austin, Texas,
  • - Caterina Proske, wohnhaft in Landshut, Niederbayern.
  1. Mein Vater war der Nachfolger des Gerbers Ickler. Er wurde am 14.02.1927 in Znaim/Südmähren geboren. Seine Eltern Josef Adalbert Billek und Katharina, geborene Sklensky, wurden 1945 durch die Tschechen aus Znaim/Südmähren (Sudetenland) vertrieben und kamen so nach einem arbeitsreichen, mehrmonatigen Aufenthalt bei einem Bauern in Retz/Niederösterreich nach Wichdorf. Dort waren sie die ersten Jahre bei der Familie Pfaar, heute Esche (Gasthaus), untergebracht. Mein Großvater und mein Vater hatten in Znaim in einer Lederfabrik als Betriebsbeamter bzw. Gerberlehrling gearbeitet, Nach der Gerberlehre (Mein Vater war Gaumeister Niederösterreichs) wurde mein Vater zum Reichsarbeitsdienst (RAD) eingezogen und diente anschließnd noch einige Monate bis Kriegsende in der Wehrmacht (Division "Theodor Körner") im Raum Berlin. Nach seiner Entlassung aus britischer Gefangenschaft kam er ebenfalls nach Wichdorf.

  2. Meine Mutter, am 17.09.1924 in Long Branch/New Jersey/USA geboren, wuchs in Kassel als ältestes von drei Kindern auf. Nach der Rückkehr ihrer Mutter, meiner Großmutter, Martha Catharina Erika Blumenstein, geborene Brencher, mit den Kindern (meiner Mutter Hildegard Margarete, deren Bruder Heinrich und Schwester Elisabeth) aus den USA im Jahr 1927 - der Vater, Wilhelm Vinzenz Blumenstein, war noch in den USA geblieben - lebte sie zuerst auf dem Salzmannshof bei ihren Großeltern Johann Heinrich Brencher, kaufmännischer Direktor bei Salzmann & Co., und Elise Pauline, geborene Stückrath, in Kassel-Bettenhausen und, nach Umzügen in die Prinzenstraße sowie spär in die Goethestraße, zuletzt, nach der Pensionierung des Großaters, in Kassel-Wilhelmshöhe in der Emilienstraße. Während des Krieges arbeitete meine Mutter nach Abschluß der Mittelschule und der Lehre als kaufmännische Angestellte bei der Firma Henschel in Kassel. Im Jahr 1944 ausgebombt, - eine Luftmine zerstörte das Haus in der Emilienstraße - wurde sie mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Elisabeth nach Metze evakuiert. Ihr Bruder Heinz war als Panzerjäger - genau Fahrer eines Jagdpanzers 38 (t) „Hetzer“ - an der Ostfront. In Metze war sie bis 1948 bei der Familie Knieling einquartiert.

  3. Nach dem Krieg lernten sich meine Eltern bei einem Tanzkurs in Metze kennen. Nach der Heirat, Anfang des Jahres 1948, wohnten sie in Sand. Anfangs auf dem Bauernhof/Fischbachmühle (siehe Bild: Fischbachmühle) der Familie Wöllenstein im Unterdorf. Später siedelten sie in ein Haus (siehe Bild: Billeks Waschküche) an der Hauptstraße Richtung Merxhausen um. In der Nachbarwohnung im Erdgeschoß wohnte die Familie Gustav und Lieschen Kessler mit den beiden Kindern Renate und Manfred; im Obergeschoß Frau Winschüttel mit ihren beiden Söhnen Ernst und Erich. Im Nachbarhaus dorfeinwärts lebte die Familie Wimmer und dorfauswärts die Familie Kistner. Das Haus wurde mit drei oder vier weiteren Nachbarhäusern vor Jahrzehnten abgerissen.

  4. Mein Vater, der wie sein Vater in einem Gerbereibetrieb in Znaim an der Thaya gearbeitet hatte, betrieb die Gerberei Ickler meist nur nebenbei, weil sie nicht viel abwarf. Ich habe mich auch noch ab und zu in dieser Gerberei aufgehalten. Da ich schon laufen konnte, muß mein Vater mindestens noch 1949 dort tätig gewesen sein! Das zweite Foto zeigt meinen Großvater Josef Adalbert Billek und meinen Vater Josef Alois in ihrem Messestand in Fritzlar. Messestand Fritzlar

  5. Anfang der 50er-Jahre eröffneten meine Eltern die Wäscherei mit Reinigungsannahme (siehe Foto: Billeks Waschküche), die hauptsächlich von meiner Mutter betrieben wurde, weil mein Vater 1956 freiwillig zu den Gebirgsjägern nach Mittenwald/Oberbayern eingerückt war. Nach seiner Übernahme zum Berufssoldaten zog die Familie Ende 1957 dorthin um. Die Wäscherei war deshalb 1957 an die Familie Kistner im Nachbarhaus übergeben worden. Frau Elly Kistner wohnt heute schon seit ein paar Jahren in dem Haus des ehemaligen Schuldirektors Dietrich in der Fischbachgasse.

  6. Bereits 1960 zog unsere Familie wegen der Versetzung meines Vaters nach Füssen im Allgäu und schließlich 1968 nach Landshut/Niederbayern um. Meines Vaters Versetzung nach Murnau am Staffelsee hatte die Familie, um den Kindern einen weiteren Schulwechsel zu ersparen, nicht durch einen erneuten Umzug nachvollzogen. So habe ich in Mittenwald meine Volksschulzeit verbracht und in Füssen das Gymnasium bis zum Abitur besucht, bevor ich nach dem Umzug nach Landshut am 02.10.1968 in die Bundeswehr eintrat.

  7. Am 18.10.1997 starb mein Vater während eines Besuchs in seiner Geburts- und Heimatstadt Znaim im Sudetenland und ist auf dem städtischen Friedhof in Landshut bestattet. Meine Mutter lebt im Wechsel in unserem Haus in Landshut oder in meinem Haus in Oberschneiding.