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Lohgerberei:


Zu sehen sind die Überreste der ehemaligen Lohgerberei Ickler. Die erste Erwähnung aus dem Sander Kirchenbuch ist die Taufe des Sohnes von Lohgerbermeister 'Joh. Heinrich Ickeler' am 14. Juni 1744. Der Betrieb wurde bis 1945 von der Familie Ickler geführt. Zwischen 1945 und 1947 soll hier noch ein Gerber Namens Josef Billek tätig gewesen sein. Anschließend wurde das Gewerbe eingestellt.

Das Wort Lohgerben leitet sich aus dem Althochdeutschen, zum einen "lo" für abgelöste (Baumrinde) und zum anderen "garawen"für gar machen ab.

Die Tierfelle wurden vom Gerber zuerst in einer Grube mit viel Wasser gereinigt und dabei eingeweicht.Anschließend wurden sie mit haarzerstörenden Mitteln behandelt und die Haare abgeschabt. Danach wurden die nun Blößen genannten Felle mit dem Loh, das zuvor in der nahen Lohmühle zerkleinert wurde, versetzt, was den eigentlichen Gerbprozess einleitete. Die durchgegerbten, noch nassen Leder wurden nun, wie auf dem Bild zu sehen ist, mit spanabhebenden Geräten auf gleichmäßige Dicke gebracht und schließlich ausgewalkt und getrocknet.