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Der Falkensteiner Hof:


Zur Burg gehörte ein südostwärts gelegener Hof, der sich noch heute im Hochwald durch regelmäßige Erdaufwürfe kennzeichnet. Man erkennt ein größeres und ein kleineres Gebäude und ein kleineres Gebäude und eine regelmäßige, rechteckige Umrandung. In der Umgebung sind Ackerterassen vorhanden, auch findet man im Fichtendickicht einen völlig verlandeten Teich. Ob die etwa 500 Meter weiter südostwärts davon im feuchten Gelände liegenden Hochäcker dazu gehört haben, ist fraglich.

Der Falkensteiner Hof wurde 1447 von Landgraf Ludwig I. als Falkensteiner Burglehen an Heinrich, Eckbrecht und Henne von Grifte übertragen; es wird dabei in der Urkunde vermerkt, dass er von Henne von Wehren erbaut worden ist. Er war noch 1655 in Betrieb und im Lehnsbesitz derer von Hund. Ein Lehnsbrief aus dieser Zeit berichtet von einem Anteil am Schloß Falkenstein und dem darunter gelegenen Vorwerk. Auf 2 Stichen von Dillich um 1600 sind einige Einzelheiten an den Gebäuden zu erkennen.

1447 März 2

Abschrift: StA Marburg, Kopiar 4, Nr. 487, Bl. 141 v.
Regest: Demandt, Regesten 2.1#demandt19901, S. 311 Nr. 861.

Notiz, daß Heinrich, Eckebrecht und Henne von Grifte von Landgraf Ludwig [I.] eine Hofstätte zu Falkenstein, die Henne von Wehren erbaut und vom Landgrafen zu Lehen hatte, und eine Wiese zwischen dem Emserberg und Sand, genannt die spyserswesen, die Johann vonDersamkusen vom Landgrafen zu Lehen hatte, als Mann- und Burglehen erhalten haben.

D. feria quinta post invocavit a. etc. 47.
Nr. 3061 von 3279 Regesten / Bearbeitungsstand des Regests: 16.4.2003