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10.07.2019

Raum 6, Station I/8: Nöte der Nachkriegszeit 1945-1970:


Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage, was werden Sie bald in der Ausstellung
"Lebensbilder - Leidensbilder - Frauenbilder“
unseres Klostermuseums entdecken können? Hier ein Beispiel, das Sie neugierig machen soll:

Raum 6, Station I/8: Nöte der Nachkriegszeit 1945-1970

In der Nachkriegszeit und in den 1950er Jahren herrschten inhumane Zustände. Ernährung, Pflege und ärztliche Behandlung waren kaum zu gewährleisten, es fehlte am Nötigsten. 1953 übernahm der Landeswohlfahrtsverband Hessen die Anstalten und sorgte für bauliche Sanierungen und eine bessere Personalausstattung. Als politisches Programm zur Reform der Psychiatrie änderte er 1957 den Namen „Landesheilanstalt“ in „Psychiatrisches Krankenhaus“

 



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02.07.2019

Raum 4, Station II: Wohlwollen und Irrtümer:


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Raum 4, Station II: Wohlwollen und Irrtümer

In den 1930er Jahren kamen Schock- und Krampfbehandlungen durch Strom oder Einspritzen chemischer Substanzen als neue Therapien auf. Sie lösten künstliche epileptische Anfälle aus, die erregte, erstarrte, wahnhafte oder depressive Zustände von Patienten lösen sollten. In den 1950er Jahren praktizierten Ärzte auch in Merxhausen die Schocktherapie. Sie war für die Patientinnen – auch für die dabei beteiligten Pflegerinnen – sehr belastend.

Heute wird diese Behandlung unter Narkose bei bestimmten, sehr schweren psychischen Störungen angewandt, allerdings nicht in Merxhausen.
Lebensbilder Leidensbilder Frauenbilder“



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25.06.2019

Raum 1, Station I/2: Reformation und Hospitalsgründung:


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Raum 1, Station I/2: Reformation und Hospitalsgründung

Gedenktafel zu dessen 400. Geburtstag 1904 am ehemaligen Klostergebäude

Der Kommunal-Landtag des Regierungs-Bezirks Cassel hatte beim Kasseler Bild-hauer Heinrich Wilhelm Brand (1841-1914) eine Gedenktafel zum 400. Geburtstag Landgraf Philipps in Auftrag gegeben. Das im Jugendstil gestaltete Sandsteinwerk zeigt unter einem Giebeldach die Bronzeplakette mit dem Portrait des Landgrafen. Brand fertigte hiervon auch einen Gips-Abguss an. Die Gedenktafel wurde am 13. No-vember 1904 enthüllt.

Profildarstellung Landgraf Philipps der Großmütige in Gips


Während des Zweiten Weltkrieges fiel die Bronzeplakette der „Metallspende“ zum Opfer und wurde eingeschmolzen. Der erhalten gebliebene Gipsabguss ermöglichte aber die Herstellung einer Nachbildung. Am 13. August 1950 enthüllte sie Landeshaupt-mann Häring vom Bezirkskommunalverband Kassel in Anwesenheit zahlreicher Anstalts-Beschäftigter und des Landeskonservators, Dr. Friedrich Bleibaum aus Marburg zum zweiten Mal.

 

 



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25.06.2019

Raum 3: Die Zeit des Kurfürstentums Hessen:


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Raum 3: Die Zeit des Kurfürstentums Hessen

Blick auf die Neubauten der Landesheilanstalt auf dem Roten Feld; unterhalb lagen Gemüsegärten der Bediensteten (um 1910)

Seit je her gehörten zum Kloster, Hospital und zur Heilanstalt Merxhausen Gärten. Ein Hopfengarten versorgte das Brauhaus, Gemüsegärten die Küche der Anstalt. Außerdem gab es Gärten, die an Bedienstete zur Nutzung verpachtet wurden. Diese lagen unterhalb des Roten Feldes, an der Straße Richtung Elbenberg bzw. des Gasthauses Heinrich Ochs.
Ein Pachtvertrag über einen solchen Garten zwischen dem Hospital Merxhausen und Johann Heinrich Schmidt vom 01. März 1809 ist erhalten geblieben. Er nennt uns die leitenden Männer der Hospitalverwaltung. Die Leitung aller Hohen Hospitäler lag in den Händen des Obervorstehers mit Sitz in Haina. In unserem Vertrag handelt es sich um Carl Freyherr von Breidenbach. Er hatte bis 1810 die „Samtverwaltung“ inne. Dem Obervorsteher unterstanden die Vögte – 1809 in Merxhausen Friedrich Wilhelm Schütz. Der Vogt leitete sein Hospital, beaufsichtigte Personal und Insassen, verwal-tete die gesamte Einrichtung und übte die Gerichtsbarkeit aus.

Pachtvertrag über einen Garten zwischen dem Hospital Merxhausen und Johann Heinrich Schmidt vom 01. März 1809

 



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25.06.2019

Raum 1, Station I/2: Reformation und Hospitalsgründung:


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Raum 1, Station I/2: Reformation und Hospitalsgründung

Fragmente glasierter und bemalter Keramikschalen vom Hospitalgelände (um 1600)

Bei Ausschachtungsarbeiten am 1891 errichteten „Zweiten Hauptgebäude“ im Tal der Ems stießen Bauarbeiter 1970 auf Reste eines Töpferofens und bargen fast 1300 Keramikscherben, Ofenkacheln und Dachziegeln. Es handelt sich um Fragmente von Töpfen, Krügen, Schüsseln, Tellern, Deckeln und Bildkacheln. Das Gebrauchsgeschirr aus unglasierter und aus einfarbig oder bunt glasierter Irdenware sowie aus Steinzeug bezeugt eine Töpferei aus der 2. Hälfte des 16. Jh. bzw. aus der Zeit um 1600. Urkundliche Überlieferungen über einen Töpfereibetrieb fehlen.



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11.06.2019

Raum 3, Station II: Jede Menge Mitarbeiterinnen:


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Raum 3, Station II: Jede Menge Mitarbeiterinnen

Pflegestechuhr

Pflegestechuhr mit Ledertasche und Schlüssel zur Kontrolle des Nachtdienstes (ca. 1950)

Bei der Gründung des Hospitals Merxhausen (1533) gab es noch keine Aufwärter oder Aufwärterinnen in einem Dienstverhältnis. Rüstige Hospitalitinnen sorgten für Bewohnerinnen, die sich nicht selbst helfen konnten. Erst Ende des 17. Jh. bildeten sich Stel-len mit Entlohnung für das Wartpersonal – auch für Ehepaare – aus. Um 1820 gewannen medizinische Belange für sie zunehmend an Bedeutung. Da Merxhausen bis 1910 eine reine Frauenanstalt war, gab es hier nur Pflegerinnen. Sie wohnten in der Anstalt und durften sie nur mit Genehmigung verlassen oder Besuch empfangen. Sobald sie heirateten, verließen sie in der Regel die Einrichtung, was zu einer hohen Fluktuation und zu einem „Pflegenotstand“ führte. Seit Ende der 1920er Jahre erhielten Pflegekräfte eine kurze Ausbildung. Das erste Krankenpflegesetz von 1957 schuf einen einheitlichen Ausbildungsgang.

Bis in die 1970er Jahre herrschte in Merxhausen ein recht strenges Regiment. Die Dienstanweisung von 1907 regelte detailliert die Pflichten der Pflegerinnen.
Das galt natürlich auch für den Nachtdienst. Abends mussten sich die Patientinnen im Schlafsaal ausziehen und ihre Kleidung auf Bänken im Tagesraum ablegen. Die Tür wurde dann verschlossen. Die wachhabende Pflegerin hatte jede halbe Stunde nachzuprüfen, ob die Patientinnen schliefen. Mit einer Lampe beleuchtete sie deren Oberkörper und kontrollierte die Atmung. Nach jedem Kontrollgang musste die Pflegerin den Schlüssel in die Stechuhr stecken und die Uhr weiterdrehen. Ein Papierstreifen hielt den Zeitpunkt genau fest. Am nächsten Morgen prüfte die Oberschwester die Stechuhr und kontrollierte, ob die Halbstunden-Zeiträume eingehalten worden waren. Wehe das war nicht der Fall, dann bekam die Pflegerin gehörigen Ärger.

Zuletzt geändert am 21.06.2019 um 08:30 Uhr



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