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07.12.2017

Geld von der EU fürs Museum - Landkreis Kassel bewilligt 44 000 Euro aus dem Leader-Programm für Gutshofumbau


MERXHAUSEN. Das Gutshof- gebäude in Merxhausen soll für die Bedürfnisse eines mo- dernen Museums umgebaut werden. Nun hat der Landkreis Kassel die angekündigten Mittel aus dem europäischen Leader-Programm an den Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal übergeben. Damit kann der Verein über 44 184 Euro verfügen, so Vizelandrätin Susanne Selbert.
Mit der Förderung wird der Kultur- und Geschichtsverein in die Lage versetzt, die 227 000 Euro teure Umbaumaßnahme für das Museum umzusetzen. „Um im Gutshof- gebäude ein für die Besucher ansprechendes Museum einzurichten, sind sowohl bauliche Maßnahmen wie auch eine ansprechende Ausstattung der Dauerausstellung notwendig“, erläutert Selbert. Zu den geplanten Baumaßnahmen, die nichts am äußeren Erscheinungsbild des Gebäudes ändern, gehört eine Neuanordnung der Räume, Flure und Treppenaufgänge. Außerdem werden eine neue Beleuchtung, neue Texttafeln, moderne Museumstechnik und die Voraussetzungen für eine optimale Objektpräsentation geschaffen.
Der Kultur- und Geschichtsverein erhält für die Gesamtmaßnahme neben der Leader-Förderung Zuschüsse des Landes Hessen und des Landkreises sowie Spenden der Kasseler Sparkasse und von vielen weiteren Einzelspendern. Außerdem hilft die Vitos Kurhessen GmbH als Eigentümer des Gutshofs bei den Sanierungs- arbeiten. „Das große Engagement des Vereins und seiner Mitglieder und die vielen Spenden zeigen, dass viele Menschen in unserer Region hinter dem Klostermuseum stehen“, sagte Selbert. Das Projekt soll bis zum Sommer 2019 abgeschlossen sein.
Ziel ist es, im Gutshofgebäude des ehemaligen Klosters Merxhausen ein Klostermuseum mit einer Dauerausstellung zu „800 Jahren Frauenbilder“ einzurichten. Die Idee dazu stammt bereits aus dem Jahr 1999. Sieben Jahre später wurde die jetzige Sammlung eröffnet. Seit dieser Zeit wurde an einer Sanierung und Optimierung des Museums gearbeitet, die jetzt realisiert werden kann. (ant)
 
Freuen sich über die finanzielle Unterstützung: Joachim Hübner (von links) und Ingeborg Ritter (bei- de Vorstand Kultur- und Geschichtsverein), Erste Kreisbeigeordnete Susanne Selbert, Hartwin Neu- mann (Vorsitzender des Kultur- und Geschichtsvereins) und Museumsleiter Ernst Rogge. Foto: privat


Quelle: HNA

08.11.2017

Wände und Türen müssen weichen - Umbau des Klostermuseums Merxhausen soll noch in diesem Jahr beginnen – Umsetzung auf Fläche von 140 Quadratmetern


MERXHAUSEN. In den Jahren, in denen Hartwin Neumann unermüdlich für die Dauerausstellung „Lebensbilder – Leidensbilder – Frauenbilder“ im Klostermuseum Merxhausen kämpfte, erlebte er mehr Tiefen als Höhen. Das Besondere, mit dem seine Idee und die des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal behaftet ist, öffnete keineswegs nur Türen. Oft endete sein Weg vor Problemen.
Das größte war das der Finanzierung. So sollte die professionelle Aufarbeitung der 800-jährigen Frauengeschichte am Beispiel von Merxhausen zunächst mehr als 400 000 Euro kosten. Doch Neumann und der Verein, dessen Vorsitzender er ist, bekamen das Geld nicht zusammen. Von der Gemeinde Bad Emstal, die selbst wegen finanzieller Engpässe unter dem Schutzschirm des Landes Hessen steht, war nicht viel zu erwarten. Hier und da gab es mal eine Spende, aber die großen Geldgeber fehlten zunächst.

Minimalkonzept

Also speckte der Verein sein Vorhaben ab und präsentierte ein Minimalkonzept. Dabei galt es für Neumann, mit Fingerspitzengefühl zu Werke zu gehen. All zu klein durfte die Dauerausstellung, für die Experten bereits eine Rahmenkonzeption und ein Feinkonzept erstellt haben, nicht werden. Denn der Hessische Museumsverband, der mittlerweile durchaus Gefallen an dem Frauenthema gefunden hat, will in der Museumslandschaft mit dem Projekt einen deutlichen, wahrnehmbaren Akzent setzen.
 
Sind hinsichtlich der Neugestaltung des Museums in Merxhausen guter Dinge: Hartwin Neumann (links), Vorsitzender des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal, und Museumsleiter Ernst Rogge. Foto: Thon

Und so wird das Museum nun auf einer Fläche von 140 Quadratmetern umgesetzt. Verbunden mit der Reduzierung des Umfangs ist auch ein Rückgang bei den Kosten, die nun nach Angaben von Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung beim Landkreis Kassel, bei 227 000 Euro liegen werden. Zunächst soll in diesem Jahr mit dem Umbau der Immobilie begonnen werden, die Vitos gehört. Das Unternehmen werde sich an den Arbeiten ebenfalls beteiligen, sagt Hartwin Neumann. Wände und Türen würden entfernt, sodass später die Besucher die neun Stationen der Frauengeschichte auf einem Rundgang erleben können. Der Fußboden müsse ebenso erneuert werden wie die Elektrik und die sanitären Anlagen. Für Gäste soll ein Museumsshop entstehen. Das Büro des Vereins werde in den zweiten Stock verlagert. Der Versammlungsraum im Erdgeschoss soll bleiben. Dort könnten künftig wechselnde Ausstellungen stattfinden, sagt Neumann.
Die eigentliche inhaltliche Einrichtung des Museums soll nach Angaben Nissens folgen, wenn der alte Gutshof renoviert ist. Diese Phase der Arbeiten erstreckt sich über zwei Jahre; für 2019 schließlich ist die Eröffnung geplant.

Von Antje Thon

HINTERGRUND:
800 Jahren Frauen in Merxhausen
Es beginnt mit der Gründung des Klosters im Jahr 1213 in Merxhausen und reicht bis weit in das 20. Jahrhundert. Für diesen Zeitraum ist die Betreuung von Frauen das Alleinstellungsmerkmal in Merxhausen. Frauen treten als Nonnen, Hospitalitinnen, Patientinnen und Pflegerinnen auf. Ihre 800- jährige Geschichte soll auf Initiative des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal in eine bundesweit einmalige Darstellung münden, für die das Klostermuseum Merxhausen die Kulisse bildet. Unter dem Titel „Lebensbilder – Leidensbilder – Frauenbilder“ soll die Ausstellung in den kommenden beiden Jahren aufgebaut und 2019 eröffnet werden. (ant)


Quelle: HNA

08.11.2017

Weg frei für Museum über Frauengeschichte - Hessen und EU unterstützen Dauerausstellung in Merxhausen


MERXHAUSEN. An einer Ausstellung über Frauen am Beispiel der 800-jährigen Geschichte des Klosters Merxhausen arbeitet der Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal seit vielen Jahren. Nun scheint der Verein um seinen Vorsitzenden Hartwin Neumann am Ziel zu sein: Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Landkreis Kassel wollen dem Vorhaben finanziell auf die Beine helfen.
Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung beim Landkreis Kassel, bestätigte auf HNA-Anfrage, dass sowohl die bauliche Umgestaltung des ehemaligen Gutshofes und die Einrichtung der Ausstellung „Lebensbilder – Leidensbilder – Frauenbilder“ gefördert werden. Das Projekt habe einen Kostenumfang von 227 000 Euro. Viel kleiner habe das Vorhaben auch nicht sein dürfen, weil der Hessische Museumsverband, der ebenfalls mit im Boot ist, bei der Ideenumsetzung nicht an ein kleines Landmuseum gedacht habe, sondern an eine Bereicherung der hessischen Museumslandschaft um eine Ausstellung mit Alleinstellungsmerkmal.
Möglicherweise noch in diesem Jahr soll mit dem Umbau des Gebäudes begonnen werden. Hierfür reicht der Landkreis Kassel EU-Fördermittel aus dem Programm Leader weiter. Zuvor hatte das Regionalforum der Leader-Region Casseler Bergland, zu der Bad Emstal zählt, dem Projekt mit großer Begeisterung zugestimmt. Um die Ausstellung mit neun Stationen unterzubringen, müssten in mehreren Räumen Wände herausgebrochen werden, sagt Vereinsvorsitzender Neumann. So soll ein Rundgang entstehen.
Ab 2018 soll schließlich das Gestaltungskonzept entwickelt werden. Auf dessen Grundlage wird die Ausstellung inhaltlich mit Leben gefüllt, damit nach der für 2019 anvisierten Eröffnung Besucher auf eine Zeitreise durch 800 Jahre Frauengeschichte gehen.

Von Antje Thon


Quelle: HNA

08.11.2017

Solitär im Gutshof - Norbert Müller über die Dauerausstellung


Das ist doch mal was anderes. Nicht noch ein Heimatmuseum, wie es sie schon so viele landauf, landab gibt. Sondern eine Ausstellung, die als Solitär weit über die Region Bedeutung haben soll.
Warum das ambitionierte Vorhaben gelingen kann? Die Vergangenheit Merxhausens gibt es her. 800 Jahre Frauengeschichte unter dem Titel „Lebensbilder – Leidensbilder – Frauenbilder“ lassen sich am Beispiel des kleinsten Bad Emstaler Ortsteils gut darstellen, da können weitaus größere Kommunen längst nicht mithalten.
Die wechselvolle Historie seit dem Klosterbau im 13. Jahrhundert ist ein reicher Fundus: Zerstörungen durch Brand und Krieg, einschneidende Veränderungen durch die Reformation und dem Aufstieg zu einem der vier Hohen Hospitäler, die Umwandlung in eine Landesheilanstalt, das Leiden und Sterben der Patienten im Zuge der von den Nazis angeordneten Euthanasie.
Man darf gespannt sein auf eine besondere Einrichtung, die von örtlichen Heimatgeschichtlern mit einem Gespür für eine tragende Thematik und mit großer Überzeugung auf den Weg gebracht wurde. nom@hna.de


Quelle: HNA

18.07.2017

Neue Fan-Herzen erobert - Das Sommerfest des Kloster-Museums Merxhausen zog viele Besucher an


MERXHAUSEN. Beim Sommerfest konnten die zahlreichen Besucher die alten Schätze dieses Mal nicht nur im Kloster-Museum bestaunen, sondern auch auf den Parkplätzen. Es war ein guter Schachzug des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal in Kooperation mit dem MSC Bad Emstal, die 8. ADAC Oldtimer- Ausfahrt Habichtswald direkt vor dem Kloster-Museum in Merxhausen enden zu lassen. Die 45 Oldtimer der Ederseebergland- Rundfahrt waren zweifelslos ein Anziehungspunkt für viele Besucher.
Auf dem Gelände vor dem Museum war „der Bär“ los. Teilweise dicht gedrängt standen die Menschen und lauschten den Dixi-Klängen der „Riverside Jazz Messengers“ Band. Lange Schlangen bildeten sich vor dem Bratwurstund Waffelbuden, und Sitzplätze waren heiß begehrt. Auch der Kunsthandwerkermarkt lockte viele Menschen an. Diese bummelten entlang der Verkaufsstände mit Keramik, Modeschmuck, Bilder, Ansichtskarten, Holz- und anderen Dekorationsartikeln.
 
Gelungenes Sommerfest: Museumsleiter Ernst Rogge und Organisatorin Angelika Lengemann freuen sich über die vielen Besucher des Sommerfestes. Fotos: Neubauer

Bilderausstellung

Die Ausstellungsräume im Museum hatten wohl schon lange nicht mehr so viele Menschen an einem Tag erlebt. Viele besuchten das Museum zum ersten Mal und waren ganz begeistert von den alten Gegenständen im Keller, die bei manchen Erinnerungen an früher aufkommen ließen. Das Besondere des Kloster-Museums war für viele Besucher jedoch die Darstellung der Kloster- und Hospitalgeschichte im Erdgeschoss. Zusätzlich gab es eine Ausstellung mit Bildern der heimischen Künstlerin Karin Stellmach.
Der Vorsitzende des Kulturund Geschichtsvereins Bad Neumann, Museumsleiter Ernst Rogge und Organisatorin Angelika Lengemann waren sehr zufrieden mit dem Verlauf des Sommerfestes. Sie sind sich sicher, dass sie mit dem Fest die Herzen neuer Museumsbesucher erobern konnten. Die Einnahmen aus dem Fest sollen zur Finanzierung der einmaligen Ausstellung „800 Jahre Frauenbilder in Bad Emstal“ verwendet werden.
 
Teil der Klostergeschichte: Elfi Schall und Ute Ossowski aus Bad Emstal (von links) interessiert im Museum das Kopialbuch, eine Sammlung von Abschriften, in der Ausstellung über die „Kunst des Schreibens“.

Von Ursula Neubauer


Quelle: HNA

01.07.2017

Singend durch die Ausstellung - Neue Choristen im ehemaligen Kloster Merxhausen


BAD EMSTAL. Um im kultur- und kunsthistorisch bedeutenden ehemaligen Kloster Merxhausen Besichtigungen zu modernisieren, hat der Verein Interessenten zu Choristen (Chorsängern) ausgebildet. Die Zeit, dass die Besucher „geführt wurden“, sei endgültig vorbei, so Hartwin Neumann, Vorsitzender des Kulturvereins. Da das Kloster und das Klostermusem in der Tradition von „Chorfrauen“ aus dem Mittelalter steht, sind „gemeinsame Gesänge“ bei den Besich-tigungen wesentlich. Dies trägt unter anderem auch den vielen Menschen Rechnung, die als Besucher schon viele Kenntnisse nach Bad Emstal-Merxhausen mitbringen. Darüber hinaus entspricht es dem Bad Emstaler Museumskonzept, Kommunikation und Interaktion zu fördern; die bisherigen Erfahrungen aus Vortrags- und Erzählcafé-veranstaltungen sind einfach in ihrer positiven Innen- und Außenwirkung nicht wegzudiskutieren. Bestätigt wird das Bad Emstaler Konzept auch durch die Anwendung des Begriffes auf der documenta 14.

Besichtigungen des Klosters bitte bei Ernst Rogge anmelden (05624 / 922 291). Preise: kleine Klosterbesichtigung: 2 Euro pro Person, große Besichtigung mit Pathologie: drei Euro pro Person. Interessenten an einer Ausbildung zum Chorist/Choristin melden sich bitte beim Schriftführer, Jens Siegmann an. (mow)

Das sind die neuen Choristen des Klostermuseums Merxhausen: (von links) Angelika Lengemann Erich Rosenstock Ernst Rogge, Konrad Ochse und Volkhardt Richter.


Quelle: HNA