Geschichtsverein Bad Emstal

Wenn Mauern reden könnten – Lesung aus „Second Home“

Die Autorin Claudia Raute lebt seit 24 Jahren mit ihrer Familie in Baunatal. Durch die Behinderung eines Familienmitgliedes ist sie ans Haus gebunden. Da hat ihr das Schreiben geholfen, dem Alltag zu entfliehen und ihren Horizont zu erweitern.

Ein Thema ihrer Bücher ist die Suchtthematik.

In ihrem Roman „Second Home“ erzählt sie von einem desillusionierten Drogenermittler, der eine neue Karriere als Streetworker beginnt. Er eröffnet ein Jugend- und Hilfezentrum, und neben vielen an den Rand der Gesellschaft geratenen Menschen begegnet er dort auch Jugendlichen, deren Drogensucht sie in Gewalt, Beschaffungskriminalität und Schuldverstrickungen geführt hat. Die Lebens- und Leidensgeschichte des jungen, fentanylabhängigen Dealers Kyle ist einer der zentralen Handlungsstränge dieser Geschichte.

Die Lesung schlägt so eine Brücke zwischen Literatur und Realität und berührt Felder wie die Verbindung zwischen Sucht, sozialem Absturz und strafrechtlichen  Konsequenzen. Sie stellt Fragen, die im Klinikalltag wie im Roman aufkommen: Wie Hilfe aussehen kann, wenn Menschen nicht nur Unterstützung, sondern auch Schutz vor sich selbst benötigen, wo Strafe endet, wo Heilung beginnt und wie ein zweiter Anfang aussehen könnte.

Die Autorin wird eine Auswahl ihrer bisher geschriebenen Romane mitbringen, sodass man einen guten Überblick über die herausgebrachten Bücher hat. Die Bücher sind auch als Hörbücher zu erwerben.

Herr Christoph Ziegler, Pflegedirektor in der Forensik der Vitos-Klinik Bad Emstal, wird
an diesem Abend eine kurze Einführung in die Pflegearbeit vor Ort geben.

Für die Veranstaltung nehmen wir 5,00 € Eintritt, Einlass ab 18:30 Uhr